Mittwoch, 14.05.2020

Gebet

Lieber Vater im Himmel,
wir kommen zu dir.

Gemeinsam – an unterschiedlichen Orten –
halten wir inne,
nehmen uns die Zeit
dir zu begegnen.

Fülle du unser Herz,
um diesen Tag
ermutigt und befreit
anzugehen.
Amen. 

Mitten in dieser Welt, doch nicht von dieser Welt. Wir gehören zu dir und doch sind wir noch hier“, heißt es in einem Lied von Albert Frey. Wir gehören zu Jesus und doch nehmen uns die Themen dieser Welt immer wieder so in Anspruch, dass wir Gott darüber fast vergessen. Durch die Taufe sind wir seine Kinder, er hat uns befreit von dem, was uns von ihm trennt. Jesus Christus hat den Riss zwischen Himmel und Erde, den Riss zwischen uns und Gott geschlossen. Doch so lange wir noch in dieser Welt leben, fühlen wir uns immer wieder wie in einer Zerreißprobe – in diesen Tagen vielleicht ganz besonders. Paulus beschreibt in Römer 8, 1-17 auch ein solches Zerrissensein. Doch er sieht auch einen Ausweg. „Abba – lieber Vater!“ Diese vertrauensvolle Hinwendung zu Gott im Gebet als unserem „Papa“ im Himmel, mit dem wir durch den Heiligen Geist verbunden sind, bringt uns dem Himmel näher und lässt uns hören, dass wir Gottes Kinder sind. Wir sind Gottes Kinder – das kann uns stark machen. Und das Gebet wird für uns zum Türöffner in den Himmel!

Alle, die sich von Gottes Geist regieren lassen,
sind Kinder Gottes.
Denn der Geist Gottes, den ihr empfangen habt,
führt euch nicht in eine neue Sklaverei,
in der ihr wieder Angst haben müsstet.
Er hat euch vielmehr zu Gottes Söhnen und Töchtern gemacht.
Jetzt können wir zu Gott kommen und zu ihm sagen:
„Abba, lieber Vater!“
(Röm. 8, 14-15)

Hier geht es zum o. g. Lied:
https://www.youtube.com/watch?v=YCQIOaY4dAA

Segen

Gott stellt deine Füße auf weiten Raum,
auch wenn es äußerlich eng ist.

Gott begegnet dir in der Tiefe deiner Seele,
auch wenn Ungewissheit herrscht.

Gott stärkt die Kraft deines Herzens,
auch wenn der Mut schwindet.

Gott weckt dich auf.
Er stört die Routine.
Er freut sich an dir.
Und ist dir nah.

(Segen aus der digitalen Campusandacht der CVJM Hochschule)